Sechste "Oase geschenkten Lebens"

Organspende, Dank, Gedenkstätte
Spruchtafel Foto privat

Am Samstag, 19. September 2020, wurde auf dem Campus des Uniklinikums Homburg die sechste „Oase geschenkten Lebens“ eingeweiht.
Nach vier Gedenkstätten für Organspenderinnen und Organspender  im  Stadtgebiet von Saarbrücken und einer Gedenkstätte in St. Wendel  gibt  es  mit dieser ersten Oase im Saar-Pfalz-Kreis  einen  weiteren Ort, um Organspenderinnen, Organspender und deren Angehörige dankend zu ehren.

Die aus den beiden Elementen Stele und Ginkgobaum bestehende Oase  findet man vor dem neuen Hörsaal – und Bibliotheksgebäude, wo sie gut sichtbar ins Grün gebettet zudem alle Besucherinnen und Besucher zum Innehalten einlädt.
Die Initiative dazu stammt von der Arbeitsgemeinschaft „Infoteam Organspende Saar“ (IOS) der beiden Selbsthilfen „Junge Nierenkranke Deutschland e.V. und „Niere Saar e.V.“, die die Interessen der Dialysepatienten und Nierentransplantierten im Saarland vertritt. In Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie wurde das Konzept erarbeitet.

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Buchemfehlung

Die meisten Menschen sind viel zu beschäftigt, um sich mit dem Thema "Organspende" auseinander-zusetzen.

 Jeder denkt, dass nur andere von der Diagnose "Organinsuffizienz" betroffen werden können und man selbst verschont bleibt. 

Mit diesem Buch möchte ich Menschen zum Nachdenken anregen, mit einem Organspendeausweis zu helfen. 

Ein plötzlicher Organausfall kann jeden treffen, evtl. durch eine Infektion, zu hohen Blutdruck oder Flüssigkeitsmangel.

Zu viele Menschen warten auf ein Organ. 

                                         Doris Buhlinger  
zu beziehen über
"Wortwerke  Buchhandlung" Rastatt

Organspenderzahlen 2019 wieder rückläufig

Mit 10,8 Spendern pro Million Einwohner liegen wir als Deutschland im Jahr 2019 auf dem vorletzten Platz im Eurotransplant Verbund.

Die Entwicklung aus 2018 hat sich leider nicht fortgesetzt. 

Vergleicht man die Spenderzahlen normiert auf eine Million Einwohner, so liegen fast alle europäischen Länder erheblich, bis zu Faktor 3, über den Spenderzahlen in Deutschland. Trotz einer breiten öffentlichen Diskussion sind die Ursachen

dieser Entwicklung nicht eindeutig geklärt. Häufig wird der Vertrauensverlust der Bevölkerung durch 

den 2012 bekannt gewordenen "Transplantations-skandal“  allein für den Rückgang verantwortlich gemacht. Die in den Folgejahren durchgeführten Befragungen konnten den Akzeptanzverlust in der Allgemeinbevölkerung nicht belegen, schon gar nicht können damit die rückläufigen Zahlen vor 2012 erklärt werden.

In den durch den Gesundheitsminister Spahn angeschobenen Diskussionen und Gesetzesvorlagen werden nun zusätzliche Aspekte diskutiert, so z.B. 

     - Mängel bei der Erkennung von Hirntoten, 

     - organisatorische Verbesserungsbereiche in
      den 
Krankenhäusern,  

     - eine Änderung der rechtlichen Regelungen zur 

       Einverständniserklärung jedes Einzelnen zur
      Spende:

          Entscheidungspflicht, Widerspruchslösung ...

Der Bundestag hat das von Herrn Spahn eingebrachte Gesetz nicht angenommen, sondern hat  für eine erweiterte Entscheidungslösung votiert.

In der Diskussion wurde immer wieder die Widerspruchslösung als der "Heilsbringer" bei den Spendenzahlen dargestellt. In Facebook schrieb Herrn Lauterbach bzw. einer seiner Facebookredakteure, durch die Wider-spruchslösung erwarte man eine  Verdopplung der Spenderzahlen.
Diese Zahlen sind durch nichts zu Belegen. Analysiert man die Zahlen der DSO und Eurotransplant genau, so erkennt man, dass beide Lösungen im Prozess zu spät eingreifen, da das Problem klar bei der Erkennung der Hirntoten liegt.

Im TPG ist zudem geregelt, dass die Frage der Organspende erst nach erfolgter Hirntodfeststellung relevant ist. Dies hat zur Folge, dass in allen Hirntodverdachstfällen eine Hirntodfest-stellung nach TPG durchgeführt werden müsste, unabhängig davon, wie der Patient sich zur Frage der Organspende geäußert hat. 

Wichtigste Grundlage für ein funktionierendes Organspendesystem ist, neben funktionierenden Prozessen, die  breite gesellschaftliche Akzeptanz der Organspende und eine mehrheitlich positive Einstellung der Gesellschaft  dazu.

                                                                  Klaus Schmitt

Hier geht zu den konkreten Zahlen 

Fotos privat und Andreas Schlichter

IOS-Schirmherr 2020/2021

Herr Sanitätsrat Dr. Josef Mischo Präsident der Ärztekammer des Saarlandes

Aufruf zur Entscheidung über Organspende

 

Mehr als 10.000 Menschen mit lebensbedrohenden Erkrankungen warten auf eine Organspende, die meisten vergebens. Wir Gesunde scheuen die Verantwortung einer Entscheidung. Ängste und Sorgen vor Fehlentscheidungen lassen uns zögern, ein klares Ja oder Nein auf dem Organspendeausweis anzukreuzen.

Für mich selbst steht fest: Ich möchte die Last dieser Entscheidung nicht meiner Familie aufbürden, - ich entscheide selbst. Da ich als Arzt weiß, dass die Kriterien des Hirntodes sicher sind und eine strenge Überwachung durch unabhängige Gremien einen Missbrauch verhindert, habe ich festgelegt, dass ich im Falle des endgültigen (irreversiblen) Hirntodes bereit bin, meine Organe zu spenden. Da ich in dieser Situation nie mehr in mein altes Leben zurückkehren kann, möchte ich in meinem Sterben noch Sinn und neues Leben schenken.

 

Beschäftigen Sie sich mit diesem Thema und haben Sie Mut zur Entscheidung !

 

Präsident der Ärztekammer des Saarlandes
Herr Sanitätsrat Dr. Josef  Mischo
IOS-Schirmherr 2020/2021

Termine 2020

19.09.2020

 

Oase geschenkten Lebens

Einweihung der 6 "Oase geschenkten Lebens" an neuen Hörsaalgebäude am UKS Homburg 

 


Das Infoteam Organspende Saar  trauert um  Ingrid Hollinger

Die Verstorbene war seit 1990 Mitglied des Vereins Niere Saar und unterstützte den Verein seit 1991 ununterbrochen in verschiedenen Funktionen im Vorstand.

Ihr besonderes Anliegen war immer der Austausch von Erfahrungen, und so setzte sie den Grundgedanken des Vereins - Hilfe zur Selbsthilfe- in entscheidendem Maße um. 

Sie war von Beginn an beim Infoteam Organspende Saar engagiert. 

Bei der Aufklärung zum Thema Organspende wirkte sie mit großem Einsatz innerhalb und außerhalb des des Teams. Sie war immer eine gern gesehene kompetente „Mitstreiterin“ bei allen Veranstaltungen.

Durch Ihr Wirken hat Ingrid Hollinger die Geschicke des Teams immer positiv mitgestaltet und geprägt.  

Ihre Arbeit und vor allem ihre Persönlichkeit werden uns in dankbarer Erinnerung bleiben.

 

Das Infoteam Organspende Saar


Prominente für Organspende

Dr. Stephan Ackermann; Bischof von Trier

 

Durch die Diskussion über den Gesetzentwurf zur Organspende vor einiger Zeit habe ich mich erneut eingehend mit dem Thema befasst. Unter anderem bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt es umfassende Infos dazu. Wir wissen um die schwierige Situation, dass es zu wenig Spenderorgane gibt und Menschen verzweifelt darauf warten. Ich habe mich entschlossen, Organspender zu sein und den Ausweis ausgefüllt. Für mich ist das auch ein Ausdruck der Nächstenliebe.“


Wir stehen  hinter dem Infoteam Organspende Saar

Das Infoteam Organspende Saar (IOS) ist eine Arbeitsgemeinschaft der Vereine "Niere Saar e.V." und "Junge Nierenkranke Deutschland e.V. ". Das IOS hat sich zur Aufgabe gemacht, die saarländische Bevölkerung, im direkten Kontakt ("Von Mensch zu Mensch"), zum Thema Organspende zu sensibilisieren und umfassend ergebnisoffen darüber aufzuklären.

 

Zum persönlichen Organspende-ausweis 

Hier in  anderen Sprachen erhältlich 


Für junge Transplantierte & für alle Fragen


Das Infoteam Organspende Saar unterstützt die Aktion Organpaten des Bundesgesundheits-ministeriums.